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Rückblick auf die Veranstaltung „Zukunft der Feuerwehr im ländlichen Raum“

Zusammen mit dem Kommunalpolitischen Forum des Landes Brandenburg e. V. (www.kf-land-brandenburg.de) hat die Gemeinde Heiligengrabe für Freitag, dem 8. November 2013, eine Veranstaltung zur Zukunft der Feuerwehr im ländlichen Raum organisiert.

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Knapp 50 Kommunalpolitiker, Feuerwehrkameraden und Gäste insbesondere aus den Landkreisen Ostprignitz-Ruppin und Prignitz aber auch z. Bsp. aus Frankfurt/O. folgten der Einladung des Heiligengraber Bürgermeisters Holger Kippenhahn. Referent an diesem Abend war Dr. Jens Müller aus Sosa (Vogtland). Er hat an der Bergakademie Freiberg Bergbau und Wirtschaftswissenschaften studiert und 2010 mit einer Arbeit über die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehren promoviert. Der 37-jährige arbeitet derzeit als Zugführer bei der Freiwilligen Feuerwehr Chemnitz. Unter www.feuerwehrzukunft.de können Informationen über den Referenten und seine Themen abgerufen werden.

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Zum Inhalt der Veranstaltung:
Freiwillige Feuerwehr – gut, dass es sie gibt, aber selbst freiwilliges Engagement leisten – nein danke. So oder ähnlich denken viele. Dies ist jedoch nicht der einzige Grund für den Mitgliederschwund bei der Freiwilligen Feuerwehr. Hinzu kommen Fluktuation, Geburtenrückgang, Veränderungen in der Freizeitgestaltung und Umzüge bzw. Abwanderungen. Selbst wenn der Löschzug noch genügend Feuerwehrleute aufweist, liegen die Arbeitsstätten vieler Engagierter in großer Distanz zu ihrem Heimatort, so dass sie tagsüber nicht erreichbar sind. Darüber hinaus treten oftmals Schwierigkeiten bei der Freistellung durch die Arbeitgeber auf. Das Aufgabengebiet der Freiwilligen Feuerwehr hat sich seit ihrer Gründung bedeutend erweitert.
Während es in ihrer Gründungszeit ausschließlich um die Brandbekämpfung ging, sind Feuerwehren heutzutage „kommunale technische Einheiten“, die in sämtlichen Notsituationen, von Verkehrsunfällen über Großbrände bis hin zu Katastrophenfällen, Hilfe leisten. Anhand dieses breit gefächerten Gebietes ist zu erkennen, dass neben einer umfassenden Grundausbildung eine Spezialausbildung in den einzelnen Fachgebieten vonnöten ist. Diese Ausbildungen sind jedoch zeitaufwendig und somit von vielen Mitgliedern, die beruflich oder auch privat stark eingebunden sind, schwer zu bewältigen. Den Verantwortlichen der Freiwilligen Feuerwehr ist verstärkt aufgefallen, dass ihre Mitglieder zeitlich mehr in Anspruch genommen werden. Die Teilnehmerzahlen an den Ausbildungen und Seminaren, die meistens an Samstagen stattfinden, haben in den letzten Jahren kontinuierlich abgenommen. Sie gehen davon aus, dass viele Mitglieder aus Angst, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, den Dienst bei der Feuerwehr vernachlässigen bzw. ganz aufgeben werden.

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Wie dennoch diesem Trend entgegengewirkt werden kann, darüber wurde an diesem Abend gesprochen und diskutiert. Klar war, dass an einem Abend die genannten Probleme nicht gelöst werden können. Unabhängig davon war es gut, das Gespräch mit teilweise neuen Einsichten offen zu führen. In diesem Urteil waren sich die Teilnehmer der Veranstaltung einig.

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