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Heiligengrabe und Pritzwalk sind dabei: EMB initiiert erstes Energieeffizienz-Netzwerk von Kommunen in Brandenburg

23.06.2017, Brandenburg/Potsdam. Gründung des Kommunalen Energieeffiziens-Netzwerks (KEEN). V.l.: Gruppe von Bürgermeistern des Netzwerkes KEEN.

Medieninformation
Zehn Städte und Gemeinden gemeinsam für mehr Klimaschutz

(Potsdam, 23.06.2017) Premiere für das Land Brandenburg: Erstmals schließen sich zehn Städte und Gemeinden zu einem gemeinde- und kreisübergreifenden
Kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk (EMB-KEEN) zusammen, um in den nächsten drei Jahren gemeinsam Lösungen zu finden, weniger Energie zu
verbrauchen und damit die Klimabelastung zu senken. Die EMB Energie Mark Brandenburg ist Initiator und Koordinator dieses Netzwerks, das heute mit
seinem ersten Netzwerktreffen in Potsdam seine Arbeit aufgenommen hat. Das EMB-KEEN wird im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz
(NAPE) mit Mitteln des Bundes gefördert. Zur Gründungsveranstaltung begrüßte EMB-Geschäftsführer Dr. Jens Horn neben Dr. Klaus Freytag, Abteilungsleiter
Energie und Rohstoffe im Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg, als Vertreter der Landesregierung Bürgermeister und Beigeordnete
der teilnehmenden Kommunen Fehrbellin, Großbeeren, Heiligengrabe, Hohen Neuendorf, Kloster Lehnin, Pritzwalk, Schönwalde-Glien, Stahnsdorf, Teltow und
Werder (Havel).

Dr. Klaus Freytag, Abteilungsleiter Energie und Rohstoffe im Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg: „In unserer Energiestrategie
2030 kommt den Kommunen eine wichtige Rolle zu. Sie sind gleichermaßen Vorbild wie Anreger in Sachen Energieeffizienz. Zwei Drittel des Energiebedarfs
im öffentlichen Sektor entstehen in den Gemeinden und Landkreisen. Die mit Mitteln des Landes Brandenburg erstellten kommunalen Energie- und
Klimakonzepte bilden eine gute Basis für hohe Einsparpotenziale. Wir freuen uns, dass sich nun erstmals zehn Städte und Gemeinden miteinander vernetzen,
um diese individuellen Konzepte durch gemeinschaftliche Ansätze und gegenseitige Unterstützung umzusetzen.“

Dr. Jens Horn, Geschäftsführer der EMB Energie Mark Brandenburg GmbH: „Die EMB engagiert sich als Energiepartner auch für den Klimaschutz. In diesem Sinn haben wir das kommunale Energieeffizienz-Netzwerk initiiert und für diese Idee unter unseren Konzessionsgemeinden in Westbrandenburg geworben. Denn weniger Energieverbrauch entlastet nicht nur die Gemeindekassen, sondern auch die Umwelt. Wir sind stolz, dass zehn Städte und Gemeinden die Chance
ergriffen haben, in diesem durch Bundesmittel geförderten und von der EMB finanziell unterstützen ersten gemeinde- und kreisübergreifenden Netzwerk im
Land Brandenburg zusammenzuarbeiten.“

Bodo Oehme, Bürgermeister der Gemeinde Schönwalde-Glien: „Die Kosten für Energie steigen von Haushaltsjahr zu Haushaltsjahr und schränken somit unsere
Spielräume von Jahr zu Jahr mehr ein. Daher wird die intelligente Nutzung von Energie in der Zukunft für jede Kommunen immer wichtiger. Andererseits
verhindern gerade die nur begrenzt zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel die Umsetzung unserer Energie- und Klimakonzepte. Das betrifft sowohl die
personellen als auch die investiven Möglichkeiten. Genau hier bietet uns das kommunale Energieeffizienz-Netzwerk der EMB mit den anderen Gemeinden für
einen geringen Eigenanteil eine ideale Lösung. Ich verspreche mir eine konstruktive und fruchtbringende Zusammenarbeit mit den Kommunen, dem
Energiemanager und nicht zuletzt mit der EMB – und freue mich, dass es gelungen ist, dieses einmalige Netzwerk in Brandenburg mit zehn Städten und Gemeinden verschiedener Größenordnungen aus fünf Landkreisen zusammenzubringen. Energie ist unverzichtbar für unser Leben und deshalb sollten wir, auch im Sinne unserer Umwelt, sparsam mit ihr umgehen.“

Erster Schritt in der Netzwerkarbeit des EMB-KEEN ist die Erstellung der Energiebilanzen der kommunalen Einrichtungen in den zehn teilnehmenden
Städten und Gemeinden. Auf dieser Basis vereinbaren die Kommunen ein gemeinsames Energieeinsparziel, das während der dreijährigen Netzwerkarbeit
durch die Umsetzung unterschiedlicher Maßnahmen erreicht werden soll. Das könnte beispielsweise die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf sparsame
LED-Systeme sein, der Austausch der Heizungsanlage oder die Installation eines Nahwärmenetzes für die öffentlichen Gebäude.
Sowohl die Erstellung der Energiebilanzen als auch die Erarbeitung möglicher Umsetzungsmaßnahmen liegen in der Hand eines Energieberaters, der alle
Netzwerkteilnehmer über den Projektzeitraum begleitet. Der Berater, die IEE Ingenieurbüro Energieeinsparung GmbH aus Berlin, wurde im Wege einer
öffentlichen Ausschreibung im Vorfeld der Gründungsveranstaltung verpflichtet.

Eine besondere Stärke des Netzwerks liegt im regelmäßigen Austausch der Teilnehmer. Pro Jahr sind vier Netzwerktreffen angesetzt. In diesen stellen sich
die Kommunen gegenseitig gemachte Erfahrungen bei bereits umgesetzten Effizienz-Projekten vor. Zusätzlich werden Experten eingeladen, die Tipps und
Tricks für anstehende Projekte vermitteln. Der Vorteil für die teilnehmenden Städte und Gemeinden: sie erkennen „Fallstricke“, vermeiden Irrwege und
kommen so schneller zu einem guten Ergebnis. Zusätzlich spart die gemeinsame Beratung Kosten, so dass mehr Gelder für die Projekte selbst zur Verfügung
stehen. Ein weiterer Vorteil der Netzwerkarbeit ist die Beratung zu möglichen Fördermitteln. Auch hier ergibt sich ein Kostenvorteil gegenüber der Situation,
dass jede Kommune allein prüfen müsste, welches der verschiedenen Bundes oder Landesprogramme für die jeweils geplante Maßnahme passend ist. Das
bedeutet nicht nur für kleinere Gemeinden wie Heiligengrabe mit weniger als 5.000 Einwohnern eine Erleichterung der Arbeit. Auch für Städte wie Teltow mit
über 25.000 Einwohnern war dieser Punkt ein Grund, dem kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk der EMB beizutreten.

 

Informationen zur EMB im Internet: www.emb-gmbh.de.
Kontakt:
EMB Energie Mark Brandenburg GmbH – Pressestelle
Jochen-Christian Werner
Großbeerenstraße 181-183 – 14482 Potsdam
Tel.: 0331 7495-291 oder 0170 3342910
Fax: 0331 7495-216
E-Mail: werner.jo@emb-gmbh.de

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